Radreisen in Dänemark

Das Staatsgebiet von Dänemark ist mehr als sechsmal größer als das der Bundesrepublik Deutschland - allerdings nur, wenn das gesamte Territorium betrachtet wird, das das nahezu unbesiedelte Grönland miteinschließt. Die Fläche des Kernlands entspricht hingegen etwa der der Schweiz oder der Niederlande, verteilt sich jedoch beinahe zur Hälfte auf die zahlreichen Inseln. Mehr als 1400 von ihnen besitzen eine Größe von mehr als 100 m²: Insgesamt sind es so viele, dass weniger als ein Drittel von ihnen überhaupt einen eigenen amtlichen Namen erhalten hat. Für das Fahrradfahren mag diese Verteilung auf den ersten Blick ungünstig aussehen - doch eben nur auf den Ersten. Denn in der Realität ist es gerade darum das Fahrrad, mit dem sich perfekt von Insel zu Insel oder über das Festland streifen lässt. 

Mildes Klima mit geringen Niederschlägen – perfekte Bedingungen zum Radwandern

Seine besondere Lage zwischen Nord- und Ostsee beschert Dänemark ein mildes Klima, das von den beiden Meeren reguliert wird. Das flache Land sorgt wiederum dafür, dass es im mitteleuropäischen Vergleich relativ wenig regnet - die Menge liegt rund zehn Prozent unter der des deutschen Durchschnitts. Für das Radreisen ist dies natürlich ebenso angenehm wie die moderaten Temperaturen, die zwischen etwa 2 Grad Tagestemperatur im Winter und 20 Grad im Hochsommer schwanken. Darüber hinaus eignet sich das ebene Land optimal für eine gemütliche Fahrt zwischen den größeren Ortschaften: Der höchste Berg des Landes besitzt eine Höhe von gerade einmal 170 Metern. Dieser Umstand hat die von außen leicht skurrile und wohl nur in Dänemark intensiv und jahrzehntelang geführte Diskussion zur Folge, ob und wie weit Grabhügel und andere vom Menschen geschaffene Erdhügel als "natürliche" Erhebungen betrachtet werden könnten.